Einweihung Kriegerdenkmal

veröffentlicht am 10. September 2021 11:37 Uhr

Am Freitag, den 10. September 2021 um 16.00 Uhr wurde ein ganz besonderes Denkmal an der Kirche in Tannenbergsthal eingeweiht: Ein Denkmal, dass mit der Schilderung einzelner Schicksale der in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten, die Vergangenheit wieder lebendig werden lässt.

Pünktlich nach dem Glockenschlag begann die Feierstunde mit dem Musikstück „Sag mir wo die Blumen sind“, gespielt vom Mundharmonika-Duo Steffi Sandner und Thorald Meisel aus Klingenthal.

Die Vorsitzende des Heimatvereins Karla Dunger begrüßte die anwesenden Gäste recht herzlich, darunter den Bürgermeister Jürgen Mann und den Pfarrer der Gemeinde Michael Goll sowie die Vertreter des Gemeinderates und die Mitglieder des Heimatvereins.

Anwesend waren auch die am Bau beteiligten Firmen: die Firma Hernes Steinmetz aus Ellefeld und die Firma Stempel Seidel aus Tannenbergsthal. Die Gärtnerei Eberhard aus Rebesgrün konnte leider nicht anwesend sein.

Herzlich willkommen waren auch die Angehörigen mit deren Einverständnis es möglich wurde hier einzelne Schicksale von Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges in Wort und Bild darzustellen sowie die Bürgerinnen und Bürger, die mit einer Spende unser Vorhaben unterstützt haben. Insgesamt gingen 3.580,00 EUR Spenden ein, zuletzt noch von Karla Dunger, Stefan Sandner, Jutta und Ullrich Meisinger, Friedrich Unger und Christian Dörfler. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Spendern noch einmal recht herzlich bedanken.

Der Bürgermeister bedankte sich in seiner Rede bei allen Akteuren für das große Engagement bei der Umsetzung dieses außergewöhnlichen Vorhabens, ganz besonders bei Jürgen Seidel, dessen Vision, ein begehbares Denkmal zu schaffen und einzelne Schicksale von Gefallenen und Vermissten aus den beiden Weltkriegen sichtbar zu machen, in überzeugender Weise gelungen ist.

Auch die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 auf zwei Stelen in diese Anlage zu integrieren, rundet den geschichtlichen Zweck ab.

Die Vorsitzende des Heimatvereins erinnerte an die Geschichte dieses Denkmals. Es wurde vor hundert Jahren gegenüber dem Wiesenhaus zu Ehren der einheimischen Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 erbaut. Mit dem Bau der Klingenthaler Straße in den 50-er Jahren musste es weichen und steht seitdem an der Kirche in Tannenbergsthal. Mittlerweile war der bauliche Verfall nicht mehr aufzuhalten und so hat der Heimatverein beim Deutschen Verband für Archäologie über das Programm „Neustart Kultur“ Fördermittel beantragt und auch erhalten.

Die Arbeiten konnten nun beginnen. Wir bedanken uns bei den am Bau beteiligten Firmen und beim Bauhof der Gemeinde für die termingerechte Fertigstellung der Anlage.

Der Pfarrer unserer Gemeinde erinnert in einfühlsamen Worten die Gäste daran, dass ein friedliches Zusammenleben ein sehr hohes Gut ist. Es ist unser aller Pflicht, in Frieden und Einigkeit miteinander nicht nur im persönlichen Umfeld zu leben, sondern diese Einigkeit auch unter den Völkern dieser Welt zu erhalten und zu pflegen, damit nie wieder ein Unheil solchen Ausmaßes geschehen kann.

Auch der Unternehmer Jürgen Seidel erinnerte in bewegten Worten noch einmal an die gute Zusammenarbeit in den letzten Monaten. In Tannenbergsthal wurde ein Denkmal geschaffen, dass die dunkle deutsche Geschichte auch für unseren Heimatort in eindrucksvoller und mahnender Weise lebendig werden lässt.    

Mit zwei Musikstücken vom Mundharmonika-Duo mit „Lilli Marlen“ und „Die Antwort mein Kind, weiß ganz allein der Wind“ wurde die Veranstaltung feierlich umrahmt.

Der Bürgermeister und die Vorsitzende des Heimatvereins gaben das Denkmal zur Besichtigung frei. Die Besucher verweilten noch lange an den Gedenksteinen, kamen miteinander ins Gespräch und legten Blumen zum Gedenken ab.

Mit Stolz und Zufriedenheit nimmt der Heimatverein „Topas“ Tannenbergsthal   die positive Resonanz in der Bevölkerung unserer Gemeinde zur Kenntnis und versichert, auch künftig die Denkmale im Ort zu pflegen.